Madeira

Madeiras Osten

Der Ostteil Madeiras ist geprägt durch ein mildes Klima, das in den tieferen Lagen eine intensive langwirtschaftliche Nutzung zuläßt. Kleine Städte finden sich längs der Küste, aber auch im Hinterland. Der Küstenstreifen ist bergig, aber nicht so schroff und hoch wie das Gebirge im Zentrum.

Einen ganz anderen Eindruck vermittelt die schmale Landzunge São Lourenço im äußeren Osten Madeiras. Sie ist trocken und baumlos. Hier erscheint Madeira ganz "untypisch". Statt saftigem Grün herrschen rotgelbe Farbtöne vor.

Santa Cruz

Die kleine Stadt gehört zu den ältesten Siedlungen der Insel. Beschaulich geht es hier noch zu. Am Kiesstrand liegen kleine, bunt bemalte Boote. Der Ort lebt auch heute noch vom Fischfang. Von der kleinen Uferpromenade hat man einen Blick auf die ins Meer hinaus verlängerte Landbahn des Flughafens, der unmittelbar hinter dem Ort liegt. An Horizont erblickt man die Inselgruppe der Ilhas Desertas.

Santa Cruz

Im Zentrum befindet sich ein mit schattenspendenden Bäumen gesäumter Platz mit der ältesten Kirche Madeiras. Die Igreja de São Salvador wurde im Jahre 1533 erbaut.

Weiße Häuser und enge Gassen kennzeichnen die kleine Altstadt, von der aus man nur wenige Schritte von der Uferpromenade entfernt ist. Hier kann man einen Moment verweilen und die auf dem Atlantik vorbeifahrenden Schiffe oder die Flugzeuge, die nach einer Schleife über dem Meer zum Anflug auf Madeiras Flughafen ansetzen, beobachten.

Ponta de São Lourenço

Im Osten der Insel erstreckt sich eine lange, schmale Landzunge, die mit ihrer spärlichen Vegetation einen eigentümlichen Kontrast zum satten Grün der übrigen Insel bildet.

Der äußere Sporn im Osten Madeiras ist wesentlich flacher als das Inselzentrum, so dass die regenreichen Wolken des Atlantiks über die Ponta de São Lourenço hinwegziehen, ohne ihre Feuchtigkeit dabei abzuregnen. Resultat ist eine baumlose Graslandschaft, die einen bemerkenswerten Kontrast zum übrigen Eiland bildet.

Ponta de São Lourenço

Auch wenn die Landzunge flacher ist als der Rest Madeiras, so ist die Küste trotzdem steil und wild. Passiert man den Ort Caniçal, gelangt man zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man sowohl die Landzunge als auch einen Teil der steilen Nordküste überblicken kann. Auch die Nachbarinsel Porto Santo ist von hier zu erkennen. Über einen Wanderweg kann man bis an die äußerste Spitze der Halbinsel gelangen.