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Vegetation auf Madeira

Die Vegetation Madeiras entstand in der geographischen Isolation der portugiesischen Atlantikinsel. Es finden sich viele endemische Pflanzen.

Madeira wird oft als die Blumeninsel bezeichnet. Allerdings ist die üppige Vegetation, die in den Parks und Gärten von Funchal sofort ins Auge springt, vom Menschen auf der Insel angesiedelt worden. Portugiesische Seefahrer, die aus Übersee zurückkehrten, brachten von dort Pflanzen mit, die im milden und regenreichen Klima Madeiras hervorragende Bedingungen fanden.

Echium candians

Neben den eingeführten Pflanzen besteht die heimische Vegetation aus rund 800 Arten, von denen etwa 15 Prozent endemisch sind, also nur auf Madeira existieren. Vom Festland isoliert hat sich auf Madeira eine besondere Flora entwickelt, die Ähnlichkeiten mit der Vegetation der Kanarischen Inseln und den Azoren aufweist.

Aeonium glutinosum

Die heimische Küstenvegetation besteht aus einer lockeren Buschvegetation mit Pflanzen, die die teils regenarmen Bedingungen in Küstennähe ertragen. Dazu gehört die Fischfang-Wolfsmilch (Euphorbia piscatoria), der Prächtige Natternkopf (Echium nervosum) oder auch der Madeira-Ölbaum (Olea europaea var. maderensis).

Die ursprüngliche Küstenvegetation Madeiras ist wegen der landwirtschaftlichen Nutzung stark zurückgedrängt worden. In diesem Bereich findet unter anderem der Bananenanbau statt. Aber auch Straßen- und Siedlungsbau haben das küstennahe Ökosystem stark verändert. Ungestört ist die Vegetation nur an schwer zugänglichen Abschnitten der Steilküste.

Phyllis nobla

In den höheren Lagen Madeiras dominiert der Lorbeerwald. Es sind auf der Insel immerhin noch rund 150 km² dieses besonderen Waldtyps vorhanden. Der Lorbeerwald gehören seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe und steht unter Schutz.

Madeira-Tipp:
Bei einer Wanderung entlang der Levadas bekommt man einen guten Eindruck von der Vielfalt der Flora Madeiras.

In den niederschlagsreichen, oft dichten Wäldern finden sich verschiedene Arten von Lorbeergewächsen, etwa Stinklorbeer (Ocotea foetens), Azoren-Lorbeer (Laurus azorica) oder Kanarischer Lorbeer (Apollonias barbujana). Auch Baumheide (Erica arborea) und Gagelbaum (Myrica faya) sind typische Vertreter dieser Wälder.

Ocotea foetens

In den Hochlagen Madeiras wird der Lorbeerwald abgelöst von einem Heidewald und schließlich von einer Hochgebirgsvegetation.

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