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Madeira

Die 741 km² große Atlantikinsel ist vulkanischen Ursprungs. Mit ihrer beeindruckenden Gebirgslandschaft stellt Madeira eines der schönsten Urlaubsziele Portugals dar.

Die zu Portugal gehörende Inselgruppe - neben der Hauptinsel Madeira gehören noch Porto Santo und die Ilhas Desertas zum Archipel - liegt rund 700 km von der nordafrikanischen Küste entfernt.

Entdeckt wurde die Inselgruppe wahrscheinlich schon im Altertum von den Phöniziern. Mit dem Portugiesen João Gonçalves Zarco, der 1419 Madeira erreichte, begann die Besiedlung. Lange Zeit spielte Madeira eine wichtige Rolle als Zwischenstation auf dem Weg über den Atlantik.

Madeira, Gebirgslandschaft

Madeira liegt in einer Zone vulkanischer Aktivität. Die Insel stellt die Spitze eines großen, über den Meeresspiegel ragenden Meeresvulkans dar. Seit rund 7000 Jahren ist dieser Vulkan allerdings inaktiv. Das weiche, erosionsanfällige Gestein hat zu einem starken Relief geführt. Steile Talflanken und hohe, senkrecht zum Meer abfallende Klippen sind das Resultat dieser geologischen Verwitterungsprozesse.

Durch Erosion des weichen Vulkangesteins entstand im Inselzentrum eine beeindruckende Gebirgslandschaft. Die höchsten Erhebungen erreichen Höhen von über 1800 m. Entlang von ehemaligen Bewässerungskanälen, den Levadas, kann man aber auch im Gebirge bequem wandern.

Madeira, Inselzentrum

Die Berge im Inselzentrum bilden eine natürliche Wetterscheide. Die Hauptwindrichtung ist Nordost. Die von dort angetriebenen Passatwolken bringen die Feuchtigkeit, die auf Madeira eine üppgie Vegetation gedeihen lässt. Mehr Regen fällt auf der Nordseite, im Süden kann man mit häufigerem Sonnenschein rechnen.

Das milde, ausgeglichene Klima macht Madeira zu einer grünen Insel, auf der sich eine einzigartige Vegetation entwickeln konnte. Die heimische Pflanzenwelt, die unter anderem den Lorbeerwald umfasst, ist in ihrem Bestand allerdings vielerorts bedroht. Andererseits schmücken viele exotische Planzen aus aller Welt die Parkanlagen und Vorgärten.

Madeira, Gebirge

Madeira-Tipps:

  • Besuch von Monte mit Wallfahrtskirche und botanischem Garten
  • Fahrt auf die Hochebene Paúl da Serra
  • Wanderung entlang der Lavadas, die ganz Madeira durchziehen
  • Besuch der Ortschaft São Vicente im Norden Madeiras
  • Walbeobachtung in den Gewässern vor Madeira
  • Wanderung im Hochgebirge, etwa im Gebiet des Pico Ruivo
  • Ausflug zur Ostspitze auf die Halbinsel São Lourenço
  • Tagesausflug auf die Nachbarinsel Porto Santo

Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Madeiras ist Funchal. Weitläufig umschließt die Stadt eine Bucht auf der Südseite der Insel. Hier legen fast täglich die großen Kreuzfahrtschiffe an, die Tagestouristen in die Stadt bringen. Nahe von Funchal liegt Monte, eine kleine Stadt mit Wallfahrtskirche und einem schönen botanischen Garten. Von Monte aus hat man einen tollen Blick über Funchal und die Bucht.

Madeira, Küste

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