Madeira

Porto Santo

Neben Madeira und den unbewohnten Ilhas Desertas gehört die 45 km nordöstlich von Madeira gelegene Insel Porto Santo zum Archipel. Landschaftlich bildet sie das genaue Gegenteil von Madeira.

Während die Hauptinsel mit dem saftigem Grün einer üppigen Vegetation aufwartet, ist Porto Santo trocken und karg. Gelbbraune Farbtöne überwiegen hier. Und während Madeira fast nur Steilküste besitzt, erstreckt sich der Südseite Porto Santos ein 8 km langer, heller Sandstrand.

Porto Santo

Die Insel hat eine Fläche von 42 km², dabei hat sie eine längliche Form, die maximal 5 km breit und etwa 12 km lang ist. Ihr Inneres ist hügelig, die höchste Erhebung, der Pico do Facho, erreicht immerhin 517 m. Die karge Landschaft ist die Folge des menschlichen Raubbaus an der Natur: durch Rodung der Wälder, Überweidung und eine Kaninchenplage wurde Porto Santo in diesen Zustand versetzt. Aber es tut sich etwas. Ein großangelegtes Aufforstungsprogramm soll die Insel wieder grün machen.

Hauptort ist Vila Baleira, an dessen Mole die Fähre aus Funchal anlegt. Die Überfahrt dauert drei Stunden und man kann von Madeira aus für einen Tag hinüberfahren oder natürlich auch längere Zeit auf Porto Santo verbringen. Vila Baleira ist ein hübscher kleiner Ort, dessen berühmtester Einwohner Christoph Kolumbus war, der mit einer Einheimischen verheiratet war und hier zwei Jahre wohnte.