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Torre de Belem

Der berühmte Turm im Lissaboner Vorort Belém ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Portugals. Er stammt aus der Zeit, als das Land noch eine große Seefahrernation war.

Errichtet wurde das 35 m hohe Gebäude im Mündungsbereich des Tejo in der Zeit von 1515 bis 1521 als Verteidigungsbauwerk. Von hieraus konnte der Schiffsverkehr in Richtung der Hauptstadt gut überwacht werden.

Torre de Belém

Auftraggeber der Festungsanlage war König Manuel I. in einer Zeit, als Portugal zu einer der führenden Seemächte der Welt aufgestiegen war. Der König wurde zum Namensgeber des manuelinischen Baustils, der sich als eine spätgotischen Architekturform entwickelte und geprägt ist durch zahlreiche Ornamente an Säulen und Fassaden, die meistens nautische Motive darstellen. Der Torre de Belém kann als eines der bedeutendsten Bauwerke der Manuelistik angesehen werden.

Das Innere der Anlage kann besichtigt werden. Von ganz oben hat man einen guten Ausblick auf die Tejomündung, den Ort Belém und das Umland. Seit 1982 gehört der Torre de Belém zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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